Am Donnerstag, dem 09.07.2009, wurden traditionsgemäß die Ergebnisse des Kurses „Darstellendes Spiel“ auf der Kleinkunstühne der Gaststätte „Harlekin“ vor Publikum präsentiert.
Im ersten Semester der Qualifikationsphase Q1 (LG 40) hatte Theaterpädagoge Frank Becker den folgenden Arbeitsauftrag erteilt: „Entwickeln Sie eine Szene unter Berücksichtigung der theatralen Zeichen. Eine Person kommt an ein Schaufenster und schaut verträumt in die Auslagen, bis die Puppen erwachen und der Besucher entweder ins Spiel hineingezogen wird oder selbst erstarrt, und zuletzt nicht weiß, ob er geträumt hat. Mitwirkende waren hier Andreas Dross, Patrick Schreier und Anne Mc Laughlin (Technik). |
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Die Möwe, Anton Tschechow, 1896 „Maria Gross (LG 39), angehende Abiturientin, hat von ihrem Elternhaus her Kontakt zur russischen Literatur und diese Prägung war ausschlaggebend für die Wahl des dritten Theaterbeitrages an diesem Abend. In dem Text „Die Möwe“ (Anton Tschechow, 1896) geht es um ein am Seeufer lebendes junges Mädchen. Sie liebt den See wie eine Möwe, ist glücklich und frei – bis sie von der Realität eingeholt wird: Ab hier müssen alle eine Rolle spielen, die sie sich nicht gewünscht haben, und alle träumen von Rollen, die sie nie erhalten werden. Mitwirkende: Maria Gross, Nora Kristin, Kathrin Wiefels, Conrad D. Horn, Alexander Wahl sowie (als Techniker) Norman Berger, David Schmidt und Jan Weigel. |
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1984, George Orwell In der nächsten Sequenz ging es um die szenische Umsetzung von Textpassagen aus George Orwells düsterem, 1948 geschriebenen Zukunftsroman „1984“. Evelyn Altgeld, Tobias Euler, Joschka sowie der für die Technik zuständige Tim Bremer (alle LG 39, Q3) hatten einen emotionsstarken Vortrag ausgearbeitet: Winston Smith, ein einfacher Angestellter aus dem ‚Ministerium für Wahrheit’, lebt sein halbes Leben lang unter dem Einfluss des Großen Bruders und der Partei – jener Organisation, die alle Handlungen, Gedanken und Gefühle kontrolliert. Von heimlichen Zweifeln und Erinnerungen an die alten Zeiten getrieben, begeht Winston das größte Verbrechen von allen – zu lieben. |
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Text: Petri