Semesterabschluss

Am Donnerstag, dem 19.06.08, wurden traditionsgemäß die Ergebnisse des Kurses „Darstellendes Spiel“ in der Gaststätte „Harlekin“ vor Publikum präsentiert. So wurden in diesem Jahr Szenen aus Werken von Böll, Genet und Brecht gezeigt, die während des Semesters von den Studierenden des Lehrgangs 40 in Eigenregie erarbeitet wurden.

•  Heinrich Böll: „Ein Schluck Erde“ (1962)

Nachdem die Erde von Wasser überflutet wurde und beinahe alle Lebewesen ertranken, konnte sich eine kleine Anzahl von Menschen auf eine Insel retten. Noch existiert auf dieser Insel die Herrschaft der „Wisser“ über Rangniedere und die farb- und rechtlosen „Kresten“. Diese Herrschaft wird mit Angst und Gewalt aufrechterhalten. Trotz strikten Verbots nähern sich Menschen mit unterschiedlichen Rängen einander an und ein Gegenstand, geborgen aus den Tiefen des Meeres, sorgt bei den Inselbewohnern für Verwirrung …

•  Bertolt Brecht: „Baal“ (1920):

„Baal? Was ist er eigentlich?“

„Vor allem: Mörder. Zuvor Varieteschauspieler und Dichter. Dann Karussellbesitzer, Holzfäller, Liebhaber einer Millionärin, Zuchthäusler und Zutreiber.“

„So ein Mensch hat gar keine Seele. Der gehört zu den wilden Tieren.“

Baal, ist eine unersättlich, diesseitige Gestalt!

Und Du ?

•  Jean Genet: „Der Balkong (!)“ (1957):

Das Stück spielt im Freudenhaus einer Stadt, in der der Pöbel sich in Aufruhr befindet. In dieses Haus der Illusionen kommen die Kunden, um sich in geliehenen Gewändern in die Gestalten zu verwandeln, die sie sein möchten. Als der Königspalast in Flammen steht, geht es um die Erhaltung der Illusion …

   

 

Am Ende der Aufführung dankte die Schulleiterin den stolzen und gleichzeitig erleichterten Studierenden und überreichte jedem eine Rose.

Becker