Das erste Treffen der diesjährigen „Schwedenfahrer" erlebte ich -
ehrlich gesagt - mit einem leicht klammen Gefühl im Bauch. Die
meisten der „Nordisk-Fans" kannte ich vom Unterricht her nicht;
umso neugieriger war ich, die Motive der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer in spe zu erfahren. „Wie ist das denn da oben mit dem Alkohol?" - oder: „Wie läuft das, wenn ich mir in Stockholm ein Auto leihen möchte?" Das schienen die entscheidenden Fragen in den Köpfen meiner Mitreisenden zu sein. Mir war klar: Die Sache verlangt 100igen Einsatz, hier musste ein "Papst der Pädagogik" mit eigenen Händen - und fest wurzelnd in fruchtbarem "Comenius-Boden" - das Ruder herumreißen; oder: die Sache frühzeitig an TUI oder Thomas Cook abtreten.

Beim nächsten Treffen hieß es dann schon mehrstimmig „Ich will Land und Leute kennenlernen, das mir unbekannte nordeuropäische Land Schweden mit Gleichgesinnten entdecken." Das war okay, damit war eine gemeinsame Basis für die Begegnungsfahrt gegeben. Die äußeren Umstände waren günstig: Von unseren schwedischen Freunden vom C3L wurde „grünes Licht" gegeben, „Ryan-Air" fliegt inzwischen per Direktflug in den Großraum Stockholm und unser überaus verdienstvoller Förderkreis HKW bot sich in bewährter Manier als „Sponsor" an. Glück hatten wir insofern, als das reizvolle und für unsere Zwecke bestens geeignete „Wandererheim" im Schlosspark von Tyresö noch hinreichend Bettenkapazitäten hatte. (Wir sind inzwischen das dritte Mal dort zu Gast gewesen.)

Meine anfängliche Spannung löste sich recht schnell, merkte ich doch, dass ich es mit einer Gruppe verlässlicher, verantwortungsbewusster und menschlich angenehmer
Studierender zu tun hatte. Weil organisatorische Dinge gut klappten, das „Wandererheim" sich als „Wohlfühl-Oase" herausstellte und die „Chemie" in der 11-köpfigen Gruppe stimmte, konnte auch das anfänglich eher trostlose Wetter besser weggesteckt werden. Der Kontakt zu unseren Freunden vom C3L war wie immer herzlich und (gast-)freundlich. Leider gab es in diesem Jahr kaum Hospitationsmöglichkeiten, da die Kurse an unserer Partnerschule schon beendet waren und die CSL-Lehrkräfte überwiegend mit Prüfungsgesprächen beschäftigt waren.

Als Biologe hätte ich mir eine ausgeprägtere Neugierde gegenüber den im Nationalpark Tyresta auf Entdeckung wartenden Naturphänomenen gewünscht. Na ja, man/frau wollte sich in dieser Woche offensichtlich nicht allzusehr an "Schule" erinnert fühlen. Mein pädagogisches Gewissen war spätestens dann wieder beruhigt, als Silvio auf Englisch dem schwedischen Busfahrer sein Anliegen klarzumachen versuchte. Das "stählt" für den Englisch-Unterricht zu Hause.

Alles in allem: Thank you, we had a good time together!

Klaus Petri

 

Teilnehmer:

Klaus Petri

Sven Berthold, Fatma Dridi, Alexander Gebhard, Tobias Jung, Timo Krekel, Julia Kreuer, David Quiring, Silvio Redock, Carina Retler, Alessio Sette

 

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