Fächer

Fächer

Deutsch

Hier wird der Umgang mit unterschiedlichen Textsorten eingeübt. Rhetorische Übungen, Rollenspiele, Hörspiel- und Filmunternehmungen gehören ebenso zum Unterrichtsprogramm wie das Verfassen eigener Geschichten oder Gedichte. Selbstverständlich werden Kenntnisse über namhafte Autoren und wichtige literarische Epochen vermittelt. In der Goethestadt Wetzlar hat die ‚Werther‘-Lektüre einen besonderen Reiz, können doch die Handlungsorte der tragischen Liebesgeschichte direkt aufgesucht werden. Einzigartig in Europa ist die 10 Fußminuten vom Kolleg entfernte Phantastische Bibliothek, die eng mit Wetzlars Schulen kooperiert.

Darstellendes Spiel

Darstellendes Spiel ist eines der Wahlpflichtfächer und damit ein richtiges Schulfach! Dies zeigt sich auch darin, dass alle vier Semesternoten der Q-Phase in die Abiturwertung eingebracht werden können. Zusätzlich kann das Fach am Hessenkolleg als Mündliches Abiturfach bzw. Fünftes Prüfungselement gewählt werden, wenn es seit der Einführungsphase belegt wurde. Die Unterrichtsarbeit lässt sich in drei Inhaltsbereichen zusammenfassen. Dabei sollen folgende Kenntnisse und Kompetenzen von den Studierenden erworben werden:

  1. Fähigkeiten und Fertigkeiten schauspielerischer Darstellung.
  2. Grundkenntnisse über Theater als Kunstform und seiner Zeichensysteme
  3. Grundkenntnisse über Geschichte und Theorien des Theaters

Bei der schulischen Arbeit nimmt der spielpraktische Teil einen großen Raum ein, da der Körper des Spielenden das primäre theatrale Zeichen darstellt. Zunächst stehen Übungen zur Verbesserung der Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit im Mittelpunkt des Unterrichts, bevor nach und nach die Textanteile erhöht werden. Allerdings soll für unsere Arbeit generell das Primat „Körper vor Text“ gelten. Im Unterricht werden neben den Theorieanteilen Szenen in Gruppenarbeit erarbeitet, die auch vor Publikum aufgeführt werden sollen, da sich Theater erst aus der Dialektik von Spielen und Zuschauen konstituiert. Die Komplexität des Gegenstandes Theater und die gebotene Schwerpunktsetzung im Hinblick auf eine Aufführung, die außerdem eine gewisse Beherrschung schauspielerischer Darstellung verlangt, bedeutet für den Unterricht, dass oft projektorientiert gearbeitet wird und vieles in Eigenregie in Gruppenarbeit entsteht. Bedenken Sie dabei, dass „DS“ zeitaufwändig ist (kreative Prozesse beschränken sicht nicht auf die Unterrichtszeit!), und letztlich ein Bewegungsfach ist, bei dem vieles in „hautnaher“ Gruppenarbeit entsteht. Die Anforderungen im Fach „DS“ sind höchst vielfältig und bewegen sich zwischen theoretisch-analytischen und spiel-praktischen Fähigkeiten. Grundvoraussetzung für den Erfolg ist eine regelmäßige Teilnahme am Unterricht; zusätzlich sind Engagement, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein in hohem Maße erforderlich. Zur Leistungsermittlung fließen schriftliche Leistungen (Klausur, Referat, schriftliche Hausaufgaben) zu höchstens 50% in die Endnote ein, damit der spielpraktischen und konzeptionellen Arbeit vor und während der Inszenierung genügend Raum beigemessen werden kann.

Englisch

In der Weltsprache Englisch werden am Anfang die vorhandenen Grundkenntnisse durch sprachliche Übungen aufgefrischt. Später werden erste, relativ leichte Lektüren gelesen. Autoren wie Arthur Miller, Aldous Huxley oder Ernest Hemingway gehören ebenso zum Repertoire wie die Lektüre englischsprachiger Zeitungen und Filme. Des weiteren stehen geschichtliche und landeskundliche (GB, USA) Themen auf dem Unterrichtsprogramm.

Latein und Französisch

Als weitere Fremdsprachen stehen Latein und Französisch zur Auswahl.

Mit Lateinkenntnissen lässt sich leicht ‚in medias res‘ (mitten in die Sache hinein) gehen, kommt doch mehr als 50% des deutschen Wortschatzes direkt oder indirekt aus dem Lateinischen. Der Abschluss ‚Latinum‘, der am Kolleg erworben werden kann, ist an vielen Unis eine Eingangsvoraussetzung für bestimmte Fächer, etwa Geschichte und Französisch. Zudem sind Lateinkenntnisse in medizinisch-pharmazeutischen Studiengängen nützlich.

Im Französischen gehören neben Textarbeit auch sprachpraktische Übungen – etwa die Erarbeitung kleiner Spielszenen – zum Unterrichtsgeschehen. Es werden Kostproben der französischen Literatur behandelt. Und es steht regelmäßig eine Erkundungsfahrt in die französische Hauptstadt auf dem Programm. Es geht also durchaus um mehr, als im Frankreichurlaub erfolgreich einen ‚café au lait‘ bestellen zu können.

Es wird Rücksicht darauf genommen, dass viele Kollegiatinnen und Kollegiaten ohne Latein- oder Französischkenntnisse an unsere Erwachsenenschule kommen.

Historisch-politische Bildung

Wir alle müssen uns in dieser Welt zurechtfinden, werden jeden Tag zu Einschätzungen gezwungen, sollen Stellung beziehen, wollen Einfluss nehmen, etwas bewegen.

Hierbei kann das Fach historisch-politische Bildung als Fach der politischen Bildung Orientierung bieten. Der eigene Erfahrungshorizont kann systematisch erweitert werden, indem Kenntnisse über die Welt, in der wir leben, vermittelt werden. Es werden sowohl vergangene als auch gegenwärtige, nationale und internationale Ereignisse und Probleme unter die Lupe genommen.

Wirtschafts-und Sozialwissenschaften

In der Einführungsphase wird es Ihnen zweistündig angeboten. Sie sollen zunächst einen Einblick in die Arbeits-und Denkweisen des Faches gewinnen.Während der Qualifikationsphase können Sie einen vierstündigen Kurs belegen und das Fach als Abiturprüfungsfach wählen.

Mathematik

Die Mathematik ist verpflichtendes Fach in allen Phasen der Ausbildung. Während der Vorkursphase wird es vierstündig und während der Einführungsphase vier- oder fünfstündig unterrichtet. In der Qualifikationsphase zählt es zu den vierstündigen Pflichtfächern. Häufig haben unsere Studierenden schlechte Erinnerungen an den Mathematik-Unterricht in der Mittelstufe. Bei uns werden Unterrichtsinhalte der Mittelstufe noch einmal wiederholt, um Ihnen so den Einstieg zu erleichtern. Wir bekommen oft die Rückmeldung von Studierenden, dass ihnen Mathematik jetzt Spaß macht .

Informatik / ITG

Der Umgang mit modernen Kommunikationstechniken – für eine berufliche Tätigkeit heute unerlässlich – wird im 1. Halbjahr der Einführungsphase im verpflichtenden Fach ITG (informationstechnische Grundbildung) und anschließend im Wahlfach Informatik vermittelt. Dabei ist ein Internet-Anschluss ebenso selbstverständlich wie leistungsfähige Computer. Zunehmende Bedeutung erlangt der Umgang mit Anwendungsprogrammen nicht nur im Fachunterricht der Informatik sondern auch in den anderen Fächern und speziell im naturwissenschaftlichen Unterricht. Moderne Computerprogramme werden dort für die Simulation von bestimmten Vorgängen oder für die Datenerfassung und -aufbereitung im Experimentalunterricht eingesetzt.

Physik – Chemie – Biologie

Im Vorkurs und in der Einführungsphase werden die Fächer Physik, Chemie und Biologie je zweistündig unterrichtet. Hier stehen die Vermittlung bzw. das ‚Auffrischen‘ von Grundkenntnissen im Vordergrund. In der zweijährigen Qualifikationsphase geht es neben der Erarbeitung allgemeiner naturwissenschaftlicher Kenntnisse auch um die fundierte Vorbereitung auf ein naturwissenschaftliches Hochschul- oder Fachhochschulstudium.

Groß geschrieben wird auch der Umweltaspekt. Über die Beschäftigung mit umweltrelevanten Themen hinaus besteht seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen NaturschutzzentrumHessen, z.B. bei der Gestaltung von Kursen oder der Betreuung von Facharbeiten.

Sport

Sport ist kein verpflichtendes Fach. Im der Qualifikationsphase werden zweistündige Sportkurse zur Wahl angeboten.