Einen neuen Vorstand hat der 230 Mitglieder zählende Förderkreis
des Wetzlarer Hessenkollegs. Zum Vorsitzenden wurde der gelernte Bankangestellte
Arno Willershäuser (67) aus Bellersdorf gewählt, der vor 9
Jahren sein Abitur an der Erwachsenenschule nachholte und anschließend
noch Sport und Philosophie studierte. Stellvertretende Vorsitzende ist
Anne Bode (Wetzlar, Lehrkraft am Kolleg). Die Kassengeschäfte führt
Thomas Kühn, als Schriftführer wurde Manfred Weil gewählt.
Das Vorstandsteam komplettieren als Beisitzer: Rainer Herd, Alfred Löfflat,
Harald Mende und Irmgard Mende.
Zu Beginn der Jahreshauptversammlung in den Räumen des Hessenkollegs
hatten die Förderkreismitglieder mit einer Schweigeminute des im
Frühjahr verstorbenen langjährigen Kollegleiters Robert Mattis
(Aßlar-Kleinaltenstädten) gedacht. Für den scheidenden
Vorstand gaben Irmgard Mende und Heike Zelter einen Rückblick auf
die Aktivitäten des Förderkreises im vergangenen Jahr. Erstmals
wurde im im Saal des "Harlekin" ein Frühlingsfest durchgeführt,
das vielen Ehemaligen des Zweiten Bildungsweges eine Gelegenheit zum
Wiedersehen bot. Ferner unterstützte der Verein Treffen mit den
Partnerschulen des Kollegs, Kunstprojekte, Theater- und Museumsbesuche,
Umgestaltungen im Wohnheimbereich sowie Aktivitäten während
der Projektwoche. Als ein Ergebnis der diesjährigen Projektwoche
ist ein zehnminütiger Informations- und Werbefilm zum Wetzlarer
Kolleg entstanden, den sich die Förderkreismitglieder interessiert
und teilweise amüsiert anschauten. Schulleiterin Christel-Streubel-Piepkorn
hatte die zum Teil mehrere Hundert Kilometer angereisten "Kollegveteranen"
willkommen geheißen und gab in der Versammlung einen Überblick
über die gegenwärtige Situation der Schule. Für die 19
Lehrkräfte gibt es genug Arbeit, die Nachfrage nach staatlich geförderter
Weiterbildung ist anhaltend groß. Im vergangenen Wintersemester
wurde mit dem Lehrgang 35 auch 35 Mal das Abiturzeugnis vergeben. Verstärkt
hat sich der Trend, dass Kollegabsolventinnen und –absolventen
die Schule bereits nach zwei Jahren mit der Fachhochschulreife verlassen.
Streubel-Piepkorn führte dies auf Veränderungen bei den Studiengängen
an Unis und FH.s zurück. Die Kollegchefin konnte auf ein gelungenes
Sommerfest verweisen und teilte mit, dass sowohl das Fach Darstellendes
Spiel als auch die Zusatzausbildung zu Technischen Netzwerkassistenten
zum festen Bestand des Schulprofils gehören. Ihr Stellvertreter
Dr. Wilhelm Wöllert ergänzte den Bericht mit Hinweisen auf
das Comenius-Schulpartnerschaftsprojekt, wo es Lehreraustausche, Studienfahrten
und gemeinsame Methodentrainings gegeben hat. Bevor die Förderkreis-Aktiven
zu lockerer Plauderei übergingen, wurde über Grundsätze
für die künftige Verwendung des Jahresbudgets von rund 6000
Euro beraten.
Klaus Petri
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