Comenius-Schulpartnerschaftstreffen am Wetzlarer Hessenkolleg |
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„Mit Ihren internationalen Schulpartnerschaften tragen Sie entscheidend dazu bei, dass Europa zusammenwächst und wir optimistisch in eine gemeinsame Zukunft schauen.“ Dieses Lob aus dem Mund von Karl Heinz Kräuter, Städtepartnerschaftsdezernent der Stadt Wetzlar, erfuhr das Wetzlarer Hessenkolleg aus Anlass eines Magistratsempfangs für Besucher-gruppen aus Izmir (Türkei), Ploiesti (Rumänien) und Thessaloniki (Griechenland). Die Wetzlarer Erwachsenenbildungseinrichtung arbeitet im dritten Jahr mit zwei beruflichen Gymnasien aus Südosteuropa und einer türkischen Privatschule im Rahmen eines nach dem böhmischen Theologen und Pädagogen Johann Amos Comenius (1592-1670) benannten Schulpartnerschaftsprojekts zusammen. 15 Personen – 11 Lehrkräfte und 4 Schülerinnen und Schüler – halten sich für eine Woche als Gäste des Hessenkollegs in Wetzlar auf. Als Projekt-Idee haben sich die 4 Partnerschulen vor 3 Jahren auf „Methoden des Schüler-zentrierten Lehrens und Lernens“ verständigt. Etwa zwei Mal im Jahr trifft man sich reihum zu einem Erfahrungsaustausch und zur Planung gemeinsamer Unterrichtsvorhaben. Zwischendurch wird über ein Internet-Portal kommuniziert und kooperiert. Die letzte Phase des Projekts wird darin bestehen, dass Gruppen von Schülern und Schülerinnen, die möglichst aus allen vier Nationalitäten bestehen, zum Thema „Young People“ zusammenarbeiten. Da als gemeinsame Verkehrssprache Englisch verabredet wurde, ist insbesondere der Englischunterricht an dem Partnerschaftsprojekt ausgerichtet. Aber auch Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer sind europaweit vernetzt und erproben gemeinsame Standards beim „Methodenlernen“. Natürlich ist es ein besonderes Anliegen der Kontakttreffen, die Besonderheiten der Kultur des Landes der jeweiligen Gastgeberschule kennenzulernen. Neben den Arbeitstreffen im Gebäude des Hessenkollegs erlebten die internationalen Gäste eine Altstadtführung in englischer Sprache, statteten einer Gesamtschule und einer Berufschule Besuche ab und verschafften sich Eindrücke von der Jugendstil-Architektur der Kurstadt Bad Nauheim und vom mittelalterlichen Flair der Braunfelser Altstadt. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Hessenkolleg zeigte die Volkstanzgruppe „Die Hoingker“ einige Tänze und gab anschließend einen geschmacklichen Eindruck vom „Hoingk“ (=Zwetschenmus) als Brotaufstrich. Nadine Lauterbach, Johannes Hardt, Nora Kristin und Olga Weit - Studierende des Hessenkollegs - erfreuten die Gäste mit Liedbeiträgen. Die Einträge im Gästebuch der Stadt Wetzlar lassen es erkennen: Die Besucher-Delegationen haben sich während ihres Wetzlar-Aufenthaltes sehr wohl gefühlt. Auch Schulleiterin Christel Streubel-Piepkorn und Hans Peter Osterhold, Englischlehrer und Projektkoordinator am Kolleg, ziehen als Gastgeber eine positive Bilanz: „Wir haben zwar zur Zeit mit den Abiturprüfungen jede Menge zu tun – aber die Comenius-Treffen sind äußerst anregend und bereichern das Schulleben enorm.“ Klaus Petri |
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