Vielen Dank und alles Gute

Ende Februar 2006, am Freitag, dem 24.02, ab 14 Uhr, wurde im Mehrzweckraum im 1. Stock des Kolleggebäudes gemeinsam Frau Ursula Goetz verabschiedet, die über 13 Jahre lang das Schulsekretariat geführt hat.
Dafür zollten ihr alle, die das Wort ergriffen, viel Lob und Anerkennung.
Schulleiterin Christel Streubel-Piepkorn betonte die Zuverlässigkeit, die souveräne und umsichtige Art und Weise, mit der ihre langjährige Tür-Nachbarin die Kolleg- Angelegenheiten verwalten und gestalten half. Sie ging auf die insgesamt 45-jährige Berufstätigkeit von Frau Goetz in unterschiedlichen Arbeitsfeldern ein und unterstrich dabei, dass sie die für moderne Frauen geforderte Vereinbarung von Familie/Kindererziehung und Berufstätigkeit - trotz Schicksalsschlägen wie den frühen Tod ihres ersten Mannes - mit Bravour gemeistert habe.
Frau Streubel-Piepkorn überreichte die Urkunde des Landes Hessen und schenkte Frau Goetz ein Vogelhäuschen mit einem Säckchen Körnerfutter. Das Häuschen soll im Garten des Goetz'schen Anwesens im Gotenweg aufgestellt werden.
Gerd-Rainer Michalek bedankte sich als Personalrat im Namen des Kollegiums für die langjährige gute Zusammenarbeit und versicherte Frau Goetz, dass sie Recht daran getan habe nicht auf jene Politiker zu hören, die zur „Rente erst mit 67“ aufriefen. Er verband dies mit besten Wünschen für den Ruhestand.
Irmgard Mende, Vorstandsmitglied des Förderkreises Hessenkolleg, schloss sich dem an und bedankte sich für die Zuarbeit und Unterstützung des Sekretariats für zahlreiche Förderkreis-Aktivitäten.

Milan Wagner (LG 36), Konventsvertreter und Mitglied der Schulkonferenz, gratulierte für die Studierenden herzlich zum verdienten Ruhestand und gab seiner Empfindung Ausdruck, dass neben einem dicken „Dankeschön“ auch noch eine Art "Entschuldigung" seitens der Studierenden fällig, da es manche dem Sekretariat „nicht eben einfach gemacht“ hätten.
Frau Goetz und ihr Ehemann Dieter Goetz hatten ein leckeres Buffet anrichten lassen, an dem sich die Gäste nach den Ansprachen stärkten.
In einem 20-minütigen Sketch sorgten Anne Bode-von Kenne und Klaus Petri als Bewohner des „Seniorenheims Rosenduft anno 2036“ für viele Lachsalven: Sie ließen, emsig umsorgt von den beiden "Altenpflegerinnen" Alem Mehary (LG 38) und Nadine Tänzler (LG 36), viele Anekdoten zur „Ära Uschi Goetz“ Revue passieren. Unterstützt hatte die Sketch-Dramaturgie Dieter Goetz, der persönliche Gegenstände aus dem eigenen Hausrat beigesteuert hatte. Diese konnten bzw. mussten von Ursula Goetz als „Pfänder“ mit richtig zu beantwortenden Fragen im Anschluss an den Sketch „zurückerobert“ werden.

Auf Initiative von Alfred Löfflat war der „Kollegiumschor“, der schon zur Verabschiedung von Robert Mattis und von Wolfgang Gerster „Ständchen“ dargebracht hatte, reaktiviert worden.
Nach der Melodie von Reinhard Mey's bekanntem Lied wurde der Song „Nach dem Hessenkolleg muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ intoniert. Mathe- und Physiklehrer Hans Georg Molnar griff dazu in die Gitarren-Saiten.

Klaus Petri
Der „Kollegiumschor“ sang, von H.G. Molnar mit der Gitarre begleitet, als Abschiedsgruß das folgende Lied:

Nach dem Hessenkolleg muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
(für Usch Goetz)

Viele Jahre, Tag für Tag
Hat sie unser Haus gestaltet
Und ein Lächeln in der Früh'
Ward uns allen stets beschieden.
Aushang, Listen und Bescheid
Waren's für sie nicht alleine;
Trösten, Rat und mal ein Schwatz,
War'n Zeichen dieses Schatz'!


In diesen Räumen
Wird die Sorge wohl grenzenlos sein.
Alle Arbeit, alle Ordnung – denkt man
Geht jetzt drunter und drüber – und dann
Hängt, was sie so wunderbar tat,
Uns jetzt selber am Bein


Alle in der Stadt sie kannt,
Alles wusste sie von jedem.
Und von Felix, Sohn und Mann
kannten wir die Eskapaden.
Doch dies kam stets aus dem Herz,
Keiner hat' darob zu leiden.
Und die Kraft, so soll es sein,
Findet sie in Eisenstein.


Drinnen – zu Hause
wird die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Keine Pflichten und Termine – sagt man
Nur Mann und Hund sind – noch dran...
Und das Leben sei weiterhin schön,
Gibt noch vieles zu sehn!!!

Melodie: Reinhard Mey, Über den Wolken